Zwischen den Fronten in Bonn

Nach längerer Zeit melden wir uns heute mal wieder zurück. Dass ihr nun länger nichts mehr von uns gehört habt, liegt wohl daran, dass Lisa und ich mittlerweile zu 100% hier angekommen sind und komplett eigenständig für einige Veranstaltungen, bzw. Projekte zuständig sind. Trotzdem berichte ich euch noch einmal kurz von unserem letzten Seminar, das vom 10., bzw. 11.02. bis 14.02 im Haus Annaberg zum Thema Links- und Rechtsextremismus stattgefunden hat. Sabine hatte dafür gesorgt, dass der Montag wetterbedingt leider ausfallen musste, da die Anreise nach Bonn zu gefährlich gewesen wäre. Und obwohl das Wetter draußen alles andere als gut war, war es erfreulicherweise wesentlich wärmer, als bei unserem ersten Seminar, sodass ein angenehmes (Arbeits-)Klima herrschte.

So starteten wir den Dienstag direkt mit Referent Oliver Fassing von der Bildungsstätte Anne Frank, der uns spannenden Strategien an die Hand gab, wie man am besten mit Rechtspopulisten und deren Ideologie umgeht. Und auch obwohl die geplante Einführung in das Thema am Montag ausgefallen war, hat uns Oliver viel erzählt, sodass die Gruppe schon einmal gut vorbereitet war, um sich an den folgenden Tagen mit verschiedenen links- und rechtsextremen Gruppen in Deutschland, wie beispielsweise Marx 21 oder den Reichsbürgern, aber auch Gruppierungen aus anderen Ländern, wie etwa den Naxaliten in Indien oder der Dänischen Nationalsozialistischen Bewegung, auseinanderzusetzen. Am Donnerstag stand außerdem noch einmal eine intensivere Auswertung der Arbeit in unseren Einsatzstellen an, die besonders deshalb toll war, weil wir reflektieren konnten, was wir bereits alles eigenständig leisten. Nachdem die Woche dann am Freitag ungewohnt schnell vorbei war, stand wie immer noch eine kurze Reflexion der Woche an, und dann konnten wir Bonn gegen Mittag, wie immer nach den Seminaren, ein Stückchen schlauer, auch schon wieder in Richtung Südhessen verlassen.

 

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