Meine Bekanntschaft mit dem Judentum

Am letzten Donnerstag habe ich zusammen mit einer Kollegin an der Informationsveranstaltung für den Schülerwettbewerb 2019/20 der Landeszentrale für politische Bildung teilgenommen, der dieses Jahr unter dem Motto „Jüdisches Leben in Hessen“ steht. Da ich selbst als Schülerin mit meiner Klasse an dem Wettbewerb teilgenommen habe, ist es für mich besonders spannend, nun den ganzen Prozess hinter den Kulissen zu beobachten.

Mit der Lichtigfeld-Schule fand die Veranstaltung dabei an einem ganz besonderen Ort statt, denn sie ist die erste jüdische Schule, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland wiedereröffnet wurde. Die Sicherheitskontrollen, durch die wir dabei am Eingang der Schule mussten, haben mich auf traurige Weise daran erinnert, dass die Angst vor antisemitischen Taten auch – beziehungsweise gerade – heute noch alltäglich ist. Umso wichtiger finde ich es, dass der Wettbewerb junge Menschen dazu ermutigen soll, sich näher mit dem Judentum auseinander zu setzen – denn Bildung ist ja bekanntlich der erste Schritt gegen Hass und Ablehnung.

Als jemand, der bis dahin sehr wenig Wissen über das Judentum hatte, war es für mich umso faszinierender, den Vorträgen von Dr. Noga Hartmann, der Schulleiterin, und dem Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Frankfurt, Julian-Chaim Soussan, zuzuhören. Ihre Leidenschaft und Überzeugung war wirklich ansteckend, sodass es mir leicht fiel, ihren Ausführungen zu folgen und in die Welt, die sie uns versucht haben näher zu bringen, einzutauchen. Dementsprechend inspiriert habe ich das Gebäude wieder verlassen und freue mich schon darauf, die Gewinnerarbeiten kennenzulernen.

Hier seht ihr mich mit Herrn Soussan

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