Unsere Reise nach Bonn (17.09 – 21.09.2018)

Eine kleine Vorwarnung hätte mir genügt. Stattdessen traf mich am Montagmittag fast der Schlag, als ich bemerkte, dass es zu unserem Seminarhaus einen steilen Berg hinauf geht. Nach einer gefühlten Ewigkeit (15 Minuten) und außer Atem kam ich dann schließlich doch am Haus Annaberg an, eine wunderschöne alte Villa mitten im Wald.

Haus Annaberg

Schnell kam man ins Gespräch mit den rund 25 anderen FSJ’lern der Seminargruppe 2 aus Hessen und NRW. Es folgte die berühmt-berüchtigte Kücheneinführung, danach ging es ans Kennenlernen. Insgesamt kann man sagen, dass die fünf Tage hauptsächlich zum Kennenlernen genutzt wurden. Doch natürlich wurde auch inhaltlich gearbeitet: Am Dienstag sind wir auf Zeitreise gegangen, verschiedene Gruppen haben sich mit verschiedenen Jahrzehnten beschäftigt, ich war in der 1960er Gruppe (die Beatles lassen grüßen). Am Mittwoch ging es dann nach Bonn. Falls ich mich jemals in meinem Leben gefragt habe, wie früher einmal, als Bonn noch Bundeshauptstadt war, die Kanzler gewohnt haben – diese Frage kann ich jetzt beantworten, dank einer durchaus interessanten Führung durch den Kanzlerbungalow. Danach ging es ins Haus der Geschichte, auch sehr beeindruckend und empfehlenswert.

Garten von Haus Annaberg

Am Freitag hieß es dann Abschied nehmen. Viel ist mir in Erinnerung geblieben: Die interessanten Gespräche mit netten Leuten, die hitzigen Diskussionen, das Werwolf-Spiel am ersten Abend, die Kochkünste einiger Leute. Ich bin froh, dass wir uns alle im November wiedersehen werden, dieses Mal zu einem Seminar, welches ich mit organisieren werde. Seid gespannt!

Über Milena Schmid

Hallo, ich bin die Neue. Die Freizeit ist nun endgültig vorbei: Seit Montag, dem dritten September 2018 absolviere ich mein Freiwilliges Soziales Jahr in der Verwaltung des Hessischen Landtages, zusammen mit meinem Kollegen Janik Briesemeister. Wer ich bin? Mein Name ist Milena Schmid, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Frankfurt am Main, wo ich in die Musterschule gegangen bin. Seit Juni dieses Jahres habe ich das Abitur in der Tasche. Was nun, habe ich mich gefragt und kam dank einer Klassenkameradin auf die tolle Idee, ein FSJ im Bereich Politik zu absolvieren. Warum ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden habe, lässt sich einfach beantworten: Vor der Universität und dem geplanten Jurastudium wollte ich gerne noch etwas Praktisches machen, mehr Erfahrungen sammeln und lernen, selbständig und effizient zu arbeiten. Ich möchte an meinen Aufgaben wachsen, bevor ich mit 500 anderen Menschen wieder die Schulbank drücke. Politik ist schon seit langer Zeit ein fester Bestandteil meines Lebens. Eigentlich ist Politik ein Bestandteil jedes einzelnen Lebens, doch viele Menschen (vor allem meiner Generation) haben nicht die Motivation, sich damit auseinanderzusetzen. Deshalb finde ich die Idee eines Freiwilligen Sozialen Jahres im Bereich Politik unbedingt unterstützenswert, um jungen Menschen einen Einblick in das politische Geschehen zu ermöglichen. Auch wenn in der Verwaltung keine aktive Politik betrieben wird, so weiß ich, dass ich im nächsten Jahr sehr viel über politische Abläufe lernen werde.
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